Website für Notare

Notare dürfen nicht werben wie Rechtsanwälte - aber gefunden werden müssen sie trotzdem. Eine berufsrechtskonforme Website, die bei Google sichtbar ist, ist kein Widerspruch.

Wie gestaltet man eine Notar-Website berufsrechtskonform?

Sachlich informieren, vollständig kennzeichnen, keine Preise versprechen. Die Regeln dafür stehen in drei Gesetzen, und jede Notar-Website muss alle drei erfüllen:

✓Kein gewerbliches Auftreten. § 29 Abs. 1 BNotO verbietet Notaren Werbung, die dem öffentlichen Amt widerspricht. Auf der Website heißt das: keine Superlative, keine Vergleiche mit anderen Notaren, keine Aktionen oder Rabatte.
✓Notaramt und Anwaltskanzlei trennen. Was einem Rechtsanwalt erlaubt ist, aber nicht zum Notaramt passt, steht getrennt und darf nicht so wirken, als gehöre es zur notariellen Tätigkeit (§ 29 Abs. 2 BNotO). Das betrifft vor allem Anwaltsnotare, die beides auf einer Website zeigen.
✓Amtssitz direkt hinter der Amtsbezeichnung. Anwaltsnotare mit weiteren Kanzleien oder Zweigstellen führen die Amtsbezeichnung nur zusammen mit dem Hinweis auf den Amtssitz, unmittelbar dahinter und mit dem Wort „Amtssitz“ (§ 29 Abs. 3 BNotO).
✓Impressum für reglementierte Berufe. § 5 Abs. 1 Nr. 5 DDG verlangt die zuständige Notarkammer, die Berufsbezeichnung „Notar“ mit dem Staat, in dem sie verliehen wurde, und die berufsrechtlichen Regelungen samt Hinweis, wo man sie nachlesen kann.
✓Keine verhandelbaren Preise. Notarkosten richten sich nach dem GNotKG, und § 125 GNotKG erklärt Vereinbarungen über ihre Höhe für unwirksam. Ein Hinweis auf das Gebührenrecht ist in Ordnung; ein Festpreis-Angebot nicht.

Dazu kommen die Richtlinien der jeweiligen Notarkammer, die einzelne Punkte genauer regeln. Vor dem Livegang lohnt ein Blick in die Fassung Ihrer Kammer.

Was eine Notar-Website von einer Kanzlei-Website unterscheidet

Notare unterliegen der Bundesnotarordnung und den Richtlinien ihrer Notarkammer. Konkret bedeutet das: keine vergleichende Werbung, keine Erfolgsversprechen, keine reißerische Sprache. Die Website muss sachlich und informierend sein, ohne Elemente, die als unzulässige Werbung eingestuft werden können.

Das schränkt den Spielraum ein, aber nicht auf null. Eine klare Darstellung der angebotenen Leistungen, gute technische Qualität, ein aktuelles Google Business Profil und solide SEO für lokale Suchbegriffe - all das ist auch innerhalb der Berufsregeln möglich und sinnvoll.

Sachliche Sprache

Keine Erfolgsversprechen, keine Superlative. Die Website stellt dar, welche Leistungen angeboten werden - klar und vollständig.

Pflichtangaben

Notar-Websites haben eigene Pflichtangaben: Amtsbezeichnung, zuständige Notarkammer, Amtssitz. Diese müssen korrekt und vollständig eingebunden sein.

Keine Preisangaben

Notargebühren sind durch das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) geregelt. Eine Website kann auf diesen Rahmen hinweisen, aber keine individuellen Preise nennen.

Trotzdem SEO

Das Berufsrecht schließt gute SEO nicht aus. "Notar [Stadt]" und "Notartermin [Stadt]" werden regelmäßig gesucht - und eine Website, die technisch gut aufgestellt ist, gewinnt diese Anfragen.

Was auf eine Notar-Website gehört

✓ Amtsbezeichnung, Amtssitz und zuständige Notarkammer als Pflichtangaben
✓ Klare Leistungsübersicht: Grundstückskauf, Testament, GmbH-Gründung, Erbschein
✓ Kontaktformular und Telefonnummer für Terminanfragen
✓ Hinweis auf das GNotKG-Gebührensystem statt individueller Preise
✓ DSGVO-konforme Datenschutzerklärung
✓ Google Business Profil für lokale Sichtbarkeit
✓ 100/100 PageSpeed für gutes Google-Ranking

Festpreis. Keine Überraschungen.

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Häufige Fragen zur Notar-Website

Für Notare gilt § 29 BNotO: keine vergleichende Werbung, keine Erfolgsversprechen. Die Website muss sachlich und informierend sein. Das schränkt den Spielraum ein, schließt aber gute SEO und lokale Sichtbarkeit nicht aus.

Ja. "Notar [Stadt]" und "Notartermin [Stadt]" werden regelmäßig gegoogelt. Wer bei Google Maps auf Seite 1 erscheint, gewinnt Mandanten ohne aktiv werben zu müssen - das ist mit dem Berufsrecht vereinbar.

Festpreis ab 1.200 € einmalig, inkl. Design, berufsrechtskonforme Texte, Datenschutzerklärung und Google Business Einrichtung. SEO ab 299 €/Monat, Mindestlaufzeit 12 Monate.

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