Mandanten tippen keine Stichworte mehr, sie stellen Fragen: „Welcher Anwalt für Arbeitsrecht in Frankfurt hilft bei einer Kündigung?" oder „Was kostet eine Erstberatung beim Anwalt in Darmstadt?". Google AI Overviews, ChatGPT, Perplexity und Sprachassistenten antworten darauf mit einem Absatz statt mit zehn Links. AEO sorgt dafür, dass dieser Absatz aus Ihrer Website stammt.
Was ist AEO?
AEO steht für Answer Engine Optimization. Gemeint ist, die Inhalte einer Kanzlei-Website so aufzubauen, dass ein Antwortsystem sie ohne Umformulierung als Antwort auf eine konkrete Mandantenfrage übernehmen kann: eine Frage als Überschrift, darunter eine kurze, eigenständige Antwort mit Fakten, dazu maschinenlesbares Schema-Markup.
Klassisches SEO bringt Ihre Kanzlei in die Ergebnisliste. AEO macht sie zur Antwort, bevor der Mandant eine Liste überhaupt sieht.
SEO, GEO und AEO - was ist der Unterschied?
Die drei Begriffe beschreiben drei Wege, auf denen Mandanten Ihre Kanzlei finden. Sie bauen aufeinander auf und ersetzen sich nicht.
| Ziel | Wo es wirkt | |
|---|---|---|
| SEO | Weit oben in der Ergebnisliste und im Kartenblock | Google-Suche, Google Maps |
| GEO | In generierten KI-Empfehlungen genannt werden | ChatGPT, Perplexity, Gemini |
| AEO | Die direkte Antwort auf eine konkrete Frage liefern | Google AI Overviews, Sprachassistenten, KI-Suche |
Alle drei im Zusammenhang und was davon in der Betreuung enthalten ist, steht auf der Übersicht SEO, GEO & AEO für Kanzleien. Die technischen Grundlagen für GEO erklärt die LLM-SEO-Übersicht.
Welche Fragen Mandanten an Antwortmaschinen stellen
Die meisten Fragen drehen sich um wenige Themen. Genau diese sollte Ihre Website ausdrücklich beantworten:
- Berät die Kanzlei in meinem Rechtsgebiet, etwa Arbeits-, Familien- oder Mietrecht?
- Was kostet eine Erstberatung?
- Wie schnell bekomme ich einen Termin, gibt es Fristen, die drängen?
- Ist eine Beratung per Telefon oder Video möglich?
- Übernimmt meine Rechtsschutzversicherung die Kosten?
- Wo liegt die Kanzlei, gibt es Parkplätze?
So bauen Sie Ihre Kanzlei-Website für Antwortmaschinen
1. Eine Frage pro Abschnitt, als Überschrift formuliert
Überschriften wie „Leistungen" oder „Unsere Kompetenz" sagen einer Antwortmaschine wenig. „Was kostet eine Erstberatung im Arbeitsrecht?" passt dagegen genau auf die Frage, die ein Mandant stellt.
2. Die Antwort zuerst, kurz und eigenständig
Direkt unter der Frage steht die Antwort in zwei, drei Sätzen, so formuliert, dass sie ohne den Rest der Seite verständlich ist. Erklärungen folgen danach. Wie solche zitierfähigen Absätze aussehen, zeigt der Artikel zu Content-Signalen.
Schwach (keine Antwort)
- „Zu unseren Honoraren beraten wir Sie gerne persönlich."
Stark (übernehmbar)
- „Eine Erstberatung kostet für Verbraucher höchstens 190 € zzgl. Umsatzsteuer (§ 34 RVG). Termine in unserer Kanzlei in Darmstadt oder per Video."
3. FAQPage-Schema für Mandantenfragen
Häufige Fragen gehören zusätzlich als FAQPage in das Schema-Markup. Google zeigt FAQ-Ergebnisse seit 2023 nur noch für ausgewählte Behörden- und Gesundheitsseiten als eigene Darstellung an. Wir setzen das Markup trotzdem, weil es Frage und Antwort für Maschinen eindeutig auszeichnet.
4. Überall dieselben Kanzleidaten
Antwortsysteme gleichen mehrere Quellen ab. Stehen auf der Website andere Angaben als im Google-Unternehmensprofil, bei anwalt.de oder im Bundesweiten Amtlichen Anwaltsverzeichnis, wird die Antwort unsicher. Name, Adresse, Telefon, Rechtsgebiete und Fachanwaltstitel sollten überall gleich lauten.
5. Google-Unternehmensprofil pflegen
Bei Fragen mit Ortsbezug stützt sich Google stark auf das Unternehmensprofil. Vollständige Kategorien, aktuelle Öffnungszeiten und echte Bewertungen zahlen direkt auf AEO ein. Was dazu gehört, steht auf der Seite zur Google-Sichtbarkeit für Kanzleien.
6. Sachlich bleiben
§ 43b BRAO erlaubt Anwälten Werbung nur, soweit sie sachlich über die berufliche Tätigkeit unterrichtet. Fachanwaltsbezeichnungen dürfen nur geführt werden, wenn sie verliehen wurden (§ 43c BRAO). Sachliche Antworten mit Fakten sind genau das, was Antwortmaschinen übernehmen. Werbliche Superlative helfen bei AEO nicht.
Selbsttest: Stellen Sie die sechs Fragen von oben in ChatGPT, Perplexity und der Google-Suche, jeweils mit Rechtsgebiet und Stadt. Notieren Sie, welche Kanzlei genannt wird und woher die Antwort stammt. Das ist Ihre Ausgangslage, und genau das prüfen wir auch im Kanzlei-Check.
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